Allgemeines
über Werbung
Grundlagen
der Werbung
Erscheinungsformen
der Werbung
Werbeplanung
und Werbedurchführung
Warum
muss ich werben?
Einsatz von Werbemedien
Grundlagen
der Werbung
Menschen
(=Kunden) haben Wünsche, Probleme und Bedürfnisse,
welche durch eine Kaufentscheidung erfüllt, gelöst
oder befriedigt werden.
Werbung hilft dabei, diese Kaufentscheidung zu Gunsten des
eigenen Unternehmens zu beeinflussen.
Man unterscheidet zwischen der Informations- und Motivationsfunktion
der Werbung.
Die informative
Werbung liefert die wichtigsten Informationen über das
Produkt und die Leistung, damit sich potenzielle Kunden über
das Produkt ein Bild machen können und angenommen werden.
Die wichtigsten Informationen sind:
- Den
Namen des Produktes bzw. der Dienstleistung, sowie der Namen
des Anbieters.
- Die
wesentlichen Eigenschaften, wobei Angaben über die
Vorzüge und den Nutzen besonders wichtig sind.
- Mögliche
Verwendungszwecke der angebotenen Leistungen und Produkte
- Sonstige
Vorteile, die angeboten werden.
- Gebrauchsanweisungen,
Rezepte, Bedienungsanleitungen.
Da aber
nicht nur sachliche sondern auch emotionale Verkaufsargumente
bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen, muss die Werbung
auch die Emotionen wecken.
Daher sollte die Werbung auch eine Motivationsfunktion haben.
Folgende
Aktivitäten können dafür eingesetzt werden:
- Durch
eine bedarfsgereichte Präsentation der Leistung.
- Durch
Aktivitäten, die zu einer Steigerung des Bedarfdruckes
führen.
- Durch
die Anpassung der Kundenwünsche an die gebotenen Güter.
Das Angebot
soll so präsentiert werden, dass es beim Kunden den Eindruck
erweckt, es entspreche seinen Wünschen so vollkommen
wie möglich.
Um Menschen
zum Kauf zu bewegen, muss der emotionale Druck derart gesteigert
werden, dass die Bereitschaft der Kunden bestimmte Bedürfnisse
zu befriedigen, erhöht wird.
Dies alles gelingt vor allem durch den gezielten Einsatz von
optischen und akustischen Gestaltungselementen in der Werbebotschaft.
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Erscheinungsformen
der Werbung
Bei der
Werbung gibt es unterschiedliche Erscheinungsformen, welche
von verschiedenen Kriterien abhängen.
Ziele der Werbung
Das
erste Kriterium ist das Ziel, das mit der Werbung verfolgt
werden soll. Dieses hängt stark mit dem Produktlebenszyklus
zusammen.
Je nachdem
in welcher Phase des Produktlebenszyklus sich das angebotene
Produkt oder die Leistung befindet, unterscheidet man folgende
Werbeformen:
- Einführungswerbung
- Expansionswerbung
- Erhaltungswerbung
- Reduktionswerbung
Einführungswerbung:
Über Einführungswerbung spricht man bei der erstmaligen
Einführung eines neuen Produktes. Das heißt es
müssen Maßnahmen getroffen werden, welche das Produkt
erst einmal bekannt machen.
Expansionswerbung:
Expansionswerbung ist dann erforderlich, wenn es um die Erhöhung
von Marktanteilen oder die Steigerung des Absatzes geht.
Erst nachdem der Name bekannt ist, ist es sinnvoll, mit der
Werbebotschaft Informationen über die Produkte, und nicht
mehr über das Unternehmen, zu verbreiten.
Erhaltungswerbung:
Einmaliges Erreichen von Bekanntheit reicht nicht aus. Um
erfolgreich zu sein, müssen die Leistungen und Produkte
immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Dabei kann man
mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen wie z. B.:
- die
Erhaltung bzw. Erweiterung des Bekanntheitsgrads,
- die
Imagebildung bzw. den Imageaufbau,
- die
Verstärkung der Information über ein Produkt usw.
Reduktionswerbung:
Wenn die Absicht besteht, die bisherigen Produkte und Leistungen
durch neue zu ersetzen, dann wird die Reduktionswerbung eingesetzt.
Das heißt man weist auf die Vorzüge des bestehenden
Produktes hin, macht aber gleichzeitig bekannt, dass das neue
Produkt neben den bisherigen Vorzügen noch weitere aufweist,
die es über das bekannte Produkt herausheben. So wird
gezielt ein bestehendes Produkt durch ein neues ersetzt.
Anzahl
der beworbenen Kunden
Ein zweites wichtiges Kriterium bezieht sich auf die Anzahl
der potenziellen Kunden, die angesprochen werden sollen.
Man unterscheidet
daher zwischen:
- Einzelwerbung
und
- Mengenwerbung.
Von einer
Einzelwerbung spricht man dann, wenn man eine oder mehrere
genau festgelegte potenzielle Kunden mit einer individuell
gestalteten Werbebotschaft ansprechen will. Beispiele dafür
sind Werbebriefe und Mailaktionen.
Bei der
Mengenwerbung wird eine bestimmte Zielgruppe, aber keine bestimmten
Einzelpersonen angesprochen.
Hersteller-
oder Handelswerbung
Als drittes Kriterium unterscheidet man zwischen
- Herstellerwerbung
und
- Handelswerbung.
Hersteller
werden die von ihnen hergestellten Güter bekannt machen
wollen. Dabei wird die Werbebotschaft durch das Informationsbedürfnis
nach Produkteigenschaften, Formen, Farben usw. maßgeblich
beeinflusst.
Als Händler
steht hingegen der Ort, wo ein bestimmtes Produkt erworben
werden kann, im Mittelpunkt der Werbebotschaft.
Information
oder Emotion?
Ein weiterer Unterscheidungspunkt in der Werbung ist zwischen
- sachlicher,
informativer Werbung und
- emotionaler
Werbung.
Bei ersterer
Werbeform stehen vor allem sachliche Informationen über
die Produkte und Leistungen im Vordergrund. Es werden rationale
Argumente geliefert, die die Kaufentscheidung der Kunden beeinflussen,
z. B. Funktionsparameter von Maschinen, niedriges Gewicht
eines Produktes usw.
Bei der
emotionalen bzw. auch Suggestivwerbung genannten Werbeform
werden Emotionen als Verkaufsargumente in den Mittelpunkt
der Werbebotschaft gestellt. Vor allem bei Dienstleistungen
und Exklusivgütern spielen Emotionen eine wichtige Rolle.
top
Werbeplanung
und Werbedurchführung
Um Werbung
effizient durchführen zu können, sollten folgende
Schritte abgearbeitet werden:
- Festlegung
der Werbeziele;
- Festlegung
des Werbeetats;
- Festlegung
der Zielgruppe:
- Auswahl
der Werbebotschaft;
- Entscheidung
über Werbemittel und Werbeträger;
- Festlegung
der zeitlichen Aspekte und der geographischen Gebiete der
Werbemaßnahmen;
- Durchführung
von Werbemaßnahmen;
- Kontrolle
des Werbeerfolges.
Werbeziele
Die Werbeziele werden üblicherweise von den Marketingzielen
abgeleitet.
Mögliche
Werbeziele sind u. a.:
- Weitergabe
von Informationen über Funktion, Einsatzmöglichkeiten,
Nutzen, Kosten usw. der angebotenen Güter und Dienstleistungen;
- Erhalt
oder Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens
und seiner Leistungen;
- Stärkung
der Absatzchancen bei gleichzeitiger Erhöhung des Vertrauens
der Kunden in die Produkte;
- Entwicklung
von Vorlieben bei den Zielgruppen und Verbesserung des Images.
Je nach
Werbeziel werden die Werbemaßnahmen und Aktivitäten
ausgewählt.
Werbeetat
Die Kunst bei der Werbung besteht nicht darin, möglichst
viel Geld auszugeben, sondern die vorhandenen Mittel effektiv
einzusetzen. Nachdem die Werbeziele festgelegt wurden, gilt
es abzuschätzen, wie viel Geld für die Werbung ausgegeben
werden soll.
Dabei
gibt es verschiedenen Methoden:
Die ausgabenorientierte
Methode
Dabei geht man von der Überlegung aus, dass alles, was
man sich leisten kann, für Werbung ausgegeben wird. Ausgangspunkt
ist der Gewinn des Vorjahres. Die Problematik besteht aber
darin, dass man nicht weiß, ob der Gewinn im laufenden
Jahr eine ähnliche Höhe erreicht.
Die Prozentsatz-Methode
In diesem Fall wird die Höhe des Werbeetats durch einen
vorher bestimmten Prozentsatz des Umsatzes bzw. des Gewinns
des vorherigen Geschäftsjahres festgelegt. Die Problematik
in diesem Fall ist, dass es sein kann, dass der Umsatz bzw.
Gewinn des Vorjahres nicht hoch genug war, um ausreichend
finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
Die konkurrenzorientierte
Methode
In dieser Situation vergleicht man das Werbeetat mit dem der
Konkurrenz. Problematisch dabei ist, dass die Situation und
die Werbeziele des eigenen Unternehmens nicht berücksichtigt
werden.
Die Ziel-
und Aufgaben-Methode
Der Werbeetat wird in Abhängigkeit von den Werbezielen
ermittelt. Wobei die eigene finanzielle Lage und die Aktivitäten
der Konkurrenten nicht außer Acht gelassen werden sollen.
Zielgruppe
Voraussetzung für die Bestimmung der Zielgruppe ist eine
Marktsegmentierung. Das heißt die Zielgruppe bestimmt,
welche Werbebotschaften und Werbemittel eingesetzt werden
müssen, um diese zu erreichen. Zum Beispiel müssen
gewerbliche Kunden sicherlich ganz anders angesprochen werden
als Haushalte.
Werbebotschaft
Die Werbebotschaft liefert die Argumente, die für den
Kauf des Produktes oder der Leistung entscheidend sind. In
diesem Schritt wird das Thema gewählt, mit dem die potenziellen
Kunden angesprochen werden. Das kann von Branche zu Branche,
von Segment zu Segment sehr unterschiedlich sein.
Orientierungshilfen:
- Das
ausgewählte Thema muss die Aufmerksamkeit und Sympathie
der Adressaten wecken.
- Die
Kunden müssen neugierig gemacht werden.
- Die
Vorzüge des Angebotes müssen herausgehoben werden.
- Die
Vorteile sollten sachlich und emotionell in den Mittelpunkt
gestellt werden.
Wichtig
ist, dass die Kunden die Produkte und Dienstleistungen identifizieren
können. Erst dann kann der besondere Nutzen in den Mittelpunkt
gestellt werden.
Werbemittel
Werbemittel sind das Medium, mit dem die Werbebotschaft übermittelt
werden soll.
Beispiele:
- Anzeigen
- Fernsehspots
- Radiospots
- Kataloge
- Werbebanner
- Plakate
Welche
Werbemittel für das Werbevorhaben infrage kommen, ist
abhängig davon,
- wofür
geworben werden soll,
- welche
Zielgruppen anvisiert werden und
- wie
viele Personen erreicht werden sollen.
Auf die
wichtigsten Werbemittel wird etwas später genauer eingegangen.
Werbeträger
Unter Werbeträger versteht man jene Medien, in denen
die einzelnen Werbemittel untergebracht werden können,
um potenzielle Kunden zu erreichen. Im Wesentlichen sind das
Fernsehen, Hörfunk, Zeitschriften, Zeitungen, Direktwerbung
und Internet.
Die Wahl der Werbemittel und der Werbeträger hängt
also sehr eng zusammen.
Zeitliche
und räumliche Aspekte der Werbemaßnahmen
Die Wirkung der Werbung kann durch eine fundierte, zeitliche
Verteilung der Werbeaktionen deutlich beeinflusst werden.
Intensiv-Werbeaktionen
Das sind Werbaktionen, die nur einmal durchgeführt werden
und zeitlich begrenzt sind. Ziel ist es, durch die Intensität
der Werbung schnell einen hohen Bekanntheitsgrad bei der Zielgruppe
zu erreichen.
Vor allem bei Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen
werden diese durchgeführt.
Kontinuierliche
Werbeaktionen
Diese werden dauerhaft in bestimmten Intervallen (pro Woche,
pro Monat, pro Tag) durchgeführt.
Diese Art dient dazu, den Bekanntheitsgrad zu erhalten.
Intermittierende
Werbeaktionen
Das sind Werbeaktionen, die kurz, aber intensiv in unregelmäßigen
Zeitabständen durchgeführt werden.
Diese werden hauptsächlich bei saisontypischen Produkten
und Leistungen angewandt.
Natürlich
können die genannten Möglichkeiten miteinander kombiniert
werden.
Räumlich
sollte die Werbung dort konzentriert werden, wo die meisten
potenziellen Kunden sind.
Durchführung
der Werbemaßnahmen
Werbemaßnahmen
können
- selbst,
- durch
Werbeagenturen oder
- teils
selbst und teils durch Werbeagenturen
durchgeführt
werden.
top
Warum
muss ich werben?
Der Mensch
ist immer auf den eigenen Vorteil bedacht und daher immer
auf der Suche nach einem Schnäppchen, nach der Lösung
und Befriedigung seiner persönlichen Probleme und Wünsche.
Deshalb gibt es vom gleichen Produkt die unterschiedlichsten
Ausprägungen.
Werbung funktioniert, wenn auf die Vorteile der Kunden geachtet
wird. Je mehr Vorteile auf den Werbemitteln vorhanden sind,
desto weniger spielt es eine Rolle, ob eine Anzeige in Schwarzweiß
oder in Farbe erscheint, ob der Prospekt auf Hochglanzpapier
oder auf Kopierpapier gedruckt wird.
Deshalb
ist es wichtig, sich folgende Fragen zu stellen:
- Was
kann ich meinen Gästen und Kunden bieten, das sie woanders
nicht oder nur in minderer Qualität bekommen?
- Welches
Angebot unterscheidet mich von der Konkurrenz?
- Welche
"Zielgruppen" sind derzeit noch "unterversorgt"
oder werden nicht adäquat betreut?
Jeder
Werbetreibende setzt bei drei Zielgruppen an:
- den
Leuten, die seine Produkte bereits kaufen,
- den
Leuten, die seine Produkte kaufen sollten,
- und
den Leuten, die die Absicht haben, diese Produkte demnächst
zu kaufen.
Gute Werbung
zielt auf alle drei dieser Zielgruppen ab, indem sie jenen,
die bereits kaufen, einen Grund gibt, bald wieder zu kaufen;
indem sie jenen, die die Absicht haben zu kaufen, einen Grund
gibt, es jetzt sofort zu tun, und jenen, die die Absicht haben,
in Zukunft zu kaufen, einen Grund gibt, endlich zur Tat zu
schreiten.
Alois
Gmeiner führt noch einen weiteren Grund an: Nämlich
den Kunden, die gerade gekauft haben, zu bestätigen,
dass sie genau die richtige Entscheidung getroffen haben.
Dies ist besonders bei Luxus- und Investitionsgütern
wichtig.
Die Definition
der eigenen Zielgruppe ist deshalb so wichtig, weil sehr viel
Werbebudget gespart werden kann, wenn man weiß, wer
die Käufer sind, welche Zeitungen die Kunden lesen bzw.
welche Medien von der Zielgruppe genutzt werden und welche
grundsätzliche Verhaltensweisen die Kunden an den Tag
legen.
Vor jeder Werbeaktion sollte also überlegt werden, wie
die angepeilte Zielgruppe reagieren und agieren wird, wer
die Hauptkunden sind und welche besonderen Eigenschaften diese
aufweisen.
Die
Hauptaussage der Werbung
In der
Werbung müssen vor allem die Vorteile für den Kunden
gegenüber der Konkurrenzunternehmen eingearbeitet werden.
Ohne klaren Kundenvorteil gibt es auch keinen Werbeerfolg.
Um die
Vorteile des eigenen Produktes gegenüber dem Konkurrenzprodukt
für den potenziellen Kunden herauszufinden, sollte man
sich folgende Fragen stellen:
"
Was unterscheidet mein Unternehmen oder meine Dienstleistung
von anderen Unternehmen oder anderen Dienstleistungen?
" Wo ist mein Unternehmen gegenüber der Konkurrenz
unschlagbar?
" Wo bin ich anders als alle anderen?
Es sollten
nie mehr als zwei bis drei Hauptvorteile angegeben werden,
die das Unternehmen von der Konkurrenz unterscheiden. Diese
Vorteile müssen aber echte Vorteile für den Kunden
sein. In der Werbung nennt man diese einzigartigen Verkaufsgründe
USPs (Unique Selling Propositions).
Am besten
ist es natürlich, wenn die Einzigartigkeit aus dem Produkt
resultiert (das größte, leichteste, praktischste,
süßeste
), u. U. auch aus der Preispolitik
oder sogar allein aus dem einzigartigen Werbeauftritt (z.
B. Yellow Cab Co., welche alle Taxis gelb angestrichen hat).
Der USP ist so ziemlich der einzige Grund, die sonst in der
Werbung verpönten Superlativen zu verwenden.
Ein paar
USP-Beispiele:
Die teuerste
Zahnpasta der Welt
Das leichteste Handy der Welt
Der einfachste Computer der Welt.
Maurerentfeuchtung - kinderleicht
Das Reisebüro für die exklusivsten Reisen
Zu bedenken
ist natürlich, dass, sollte man sich für eine Aussage
(und damit für eine Positionierung) entschieden haben,
jede weitere Produkt-, Marketing- und Werbeaktivität
den USP unterstützen sollte.
top
Einsatz
von Werbemedien
Directmailing
Plakate
Beilage/Postwurf/Flugblatt
Das Internet
Verkehrsmittelwerbung
Kino und TV
Schaufenster
& POS (Point of Sale)
Nachdem
die Zielgruppe bestimmt wurde, kann überlegt werden,
welche Medien diese Personen nutzen bzw. mit welchen Werbemitteln
die Käufer am besten erreicht werden können.
Man listet
sich möglichst viele Werbemöglichkeiten auf und
bestimmt, welche Medien sinnvoll sind, welche weniger und
welche gar nicht.
Dabei sollten auch Werbemittel bedacht werden, welche nicht
alltäglich sind wie z. B. Hausmessen, Verkostungen, Sponsoring
usw.
Dabei
geht es in erster Linie nicht darum, wie teuer und aufwendig
das Medium ist, sondern darum, ob ich die Zielgruppe umwerben
kann.
Directmailing
Man weiß
zwar, dass ca. 50 bis 70 Prozent aller Mailings innerhalb
von 20 Sekunden in den Papierkorb wandern. Es wurde aber auch
nachgewiesen, dass über 90 Prozent aller Mailings geöffnet
werden. Jeder weiß, dass Menschen von Natur aus neugierig
sind und ein verschlossener, persönlich adressierter
Brief übt eine große Faszination aus. Im Unterbewusstsein
hat man nämlich panische Angst, dass man etwas verpassen
könnte.
Erkennt der Leser einen Vorteil für sich oder sogar eine
Problemlösung, dann wird er den Brief genauer studieren
und darauf reagieren. Meist reagiert er in der Art, dass er
weitere Informationen über das Produkt und das Unternehmen
einholt.
Trotzdem darf man sich von einem Mailing nicht zu viel erwarten.
Der so genannte Response (die Rücklaufrate) liegt bei
durchschnittlich ein bis zehn Prozent. Das heißt von
1000 Briefen bekommt man durchschnittlich zehn bis 100 Reaktionen.
Trotzdem sollte man davon ausgehen, dass Directmailings sehr
erfolgreich sind und noch weiter an Bedeutung gewinnen werden,
da die persönliche und individuelle Ansprache der Kunden
immer wichtiger wird.
Vor allem
die Bewerbung bestehender Kunden ist um ein Vielfaches erfolgreicher
als das von unbekannten Kunden.
Durch Beachtung einiger wichtiger Punkte kann man die Rücklaufquote
erhöhen. Trotzdem kann es immer wieder vorkommen, dass
gewisse Mailingaktionen nichts bringen. Davon darf man sich
aber nicht abschrecken lassen.
Die wichtigsten
Punkte bei der Directmailing-Werbung
"
Je persönlicher und genauer der Brief auf die Zielgruppe
abgestimmt ist, desto besser und erfolgreicher wird die
Aktion.
" Es sollte versucht werden, die Probleme des Adressaten
anzusprechen und Lösungsvorschläge zu bringen.
" Eine homogene Auswahl der Adressen ist sehr wichtig.
" Allgemeine Floskeln sollten vermieden werden. Die
Angebote sollten möglichst konkret und möglichst
mit einem Vorteil für den Kunden beworben werden.
" Stammkunden lesen und beantworten den Brief bis zu
zehn Mal häufiger als unbekannte Empfänger.
Die drei Teile, die unbedingt in einer Werbeaussendung enthalten
sein müssen:
" Ein Brief muss wie ein Brief aussehen. Das heißt
keine Experimente mit ungewöhnlichen Schriften, kein
Blocksatz, Flattersatz oder sonstige "kreative"
Einfälle. Fotos und Grafiken sind aber durchaus legitim.
"
Ein Mailing ohne Antwortkarte ist nur die Hälfte wert.
Der Leser muss zu einer Reaktion veranlasst werden. Nicht
jeder ruft gleich an. Die Hemmschwelle, eine Karte zu senden,
ist bedeutend geringer, als ein Telefonat zu führen.
Als Alternative zur Antwortkarte bietet sich ein Antwortfax
an. Aber dies nur bei Personen anwenden, bei denen man sich
sicher ist, dass diese ein Faxgerät haben. Aber auch
die Möglichkeit einer Antwort per E-Mail soll herangezogen
werden.
"
Ein Kuvert mit persönlicher Anschrift:
o
Der Name muss richtig geschrieben werden.
o Immer die Abteilung angeben.
o Bei kleineren Stückzahlen macht sich eine Briefmarke
recht gut.
o Bereits auf dem Kuvert sollte das Logo, der Slogan oder
auch die Hauptaussage oder der Hauptvorteil die Aufmerksamkeit
des Adressaten wecken.
Teile,
die in einer Werbeaussendung enthalten sein können:
"
Ein Prospekt oder eine zusätzliche Information: Hierbei
ist zu beachten, dass der Kunde mit dem Directmailing dazu
gebracht werden soll, Informationen anzufordern. Das heißt
einen Prospekt sollte man nur dann mitsenden, wenn dieser
als Überblick über mehrere Spezialgebiete informiert.
"
Ein 3-D-Eycatcher! Proben und zur Dienstleistung passende
Kleinigkeiten (auf keinen Fall wertvolle Beigaben) können
die Aufmerksamkeit erregen und zum Weiterlesen animieren.
Die Beigabe soll nicht Selbstzweck sein, sondern in Bezug
zum beworbenen Produkt oder der Dienstleistung stehen.
Ein klarer Vorteil muss auf den ersten Blick ersichtlich sein:
"
Es sollte nie mehr als ein Hauptvorteil/ein Produkt/eine
Lösung pro Brief angegeben sein. Der Leser ist sonst
überfordert.
"
Der Brief muss so gestaltet sein, dass er auf den ersten
Blick die Aufmerksamkeit erregt und der Vorteil sofort entdeckt
wird.
"
Bei bestehenden Kunden ist die Antwortquote um ein Vielfaches
höher als normalerweise. Deshalb sollte man auch die
Adresskartei nutzen.
Keine zu großen Schritte vom Leser erwarten
Es darf niemals ein sofortiger Vertragsabschluss oder Kauf
erwartet werden. Allein das Interesse durch die Rückantwort
ist schon ein großer Erfolg. Der Leser muss klar und
deutlich zu einer Reaktion aufgefordert werden.
Ein guter
Werbebrief ist wie ein gutes Verkaufsgespräch:
"
Am Anfang des Briefes soll das Wesentliche stehen.
" Man sollte sofort auf den Punkt kommen.
" Die besten Argumente sollten mehrmals wiederholt
werden. Wichtige Passagen werden hervorgehoben.
" Das Problem der Zielgruppe soll in der Headline und
in den ersten Briefzeilen beschrieben werden.
" Innerhalb von 20 Sekunden entscheidet sich, ob der
Brief gelesen wird oder in den Papierkorb wandert.
" Der Kunde muss während des Lesens zu jedem Argument
mit einem "Ja" antworten können.
Der Werbebrief
muss dem angeborenen Blickverlauf entsprechen:
"
Zuerst wird der eigene Name auf dem Kuvert oder dem Brief
gesucht.
" Danach werden Bilder und Zeichnungen betrachtet.
Bilder erhöhen die Aufmerksamkeit.
" Anschließend sucht unser Auge nach bildähnlichen
Elementen (Unterschrift, Logo, Headline
).
" Der Werbebrief soll persönlich und mit blauer
Tinte oder blauem Kugelschreiber unterschrieben werden.
" Der Name unter der Unterschrift sollte auch gleich
mit der nötigen Durchwahlnummer versehen sein.
Immer ein Postskriptum (PS)
In jedem Werbebrief sollte ein PS vorhanden sein. Hier müssen
noch einmal die wichtigsten Vorteile, die im Brief genannt
wurden, erscheinen. Das PS ist nachweislich eine der ersten
Textpassagen, die gelesen wird.
Die Antwortkarte oder ein Antwortfax beilegen:
"
Der Kunde muss reagieren!
" Das Antworten soll so einfach wie möglich gestaltet
sein.
" Auf die Antwortkarte sollte groß und deutlich
"Antwortkarte" geschrieben werden.
Die Adresskartei:
"
Die besten Adressen sind die eigenen Kundenadressen.
" Bei neuen Kundenadressen sollten die wirklichen Interessenten
herausgefiltert werden. Entweder durch wirklich tolle Angebote
oder kleine Gewinnspiele.
" Stammkunden und Interessenten rechnen mit Post. Also
keine Scheu vor Zusendungen.
" In der Kartei sollen möglichst alle potenziellen
Kunden enthalten sein.
" Falls kein Geld für Vertreter vorhanden ist,
ist das auch kein Problem. Untersuchungen haben ergeben,
dass bereits zehn Mailings einem persönlichen Gespräch
gleichzusetzen sind.
Bei Werbebriefen
muss versucht werden, den Blickverlauf des Lesers positiv
zu beeinflussen:
"
Gleich am Anfang sollte der Vorteil erkennbar sein.
" Als Zweites erfolgt die persönliche Anrede.
" Danach das Problem ansprechen.
" Darauf folgt die Problemlösung.
" Vor der Unterschrift wird das Unternehmen vorgestellt.
" Nach der leserlichen Unterschrift folgt noch einmal
ein PS, in dem die wichtigsten Vorteile zusammengefasst
werden.
Auch auf
das Kuvert kann man einige zusätzliche Worte drucken
lassen, die wiederum die Neugier wecken und zum Öffnen
animieren.
Beim Texten eines Werbebriefes gibt es folgende Punkte zu
beachten:
Persönliche
Ansprache
Wenn möglich sollte der Leser immer mit seinem Namen
angesprochen werden. Je persönlicher die Ansprache, desto
größer der Erfolg.
Die Headline
soll bereits das "Ja" oder einen knallharten Vorteil
bringen Formulierungen in Überschriften sollen griffig,
einprägsam und prägnant sein und dürfen durchaus
einen Schuss Ironie enthalten. In der Headline darf aber nicht
alles preisgegeben werden, denn der Leser soll möglichst
den ganzen Brief lesen.
Kurz oder
lang?
Hierbei gehen die Meinungen auseinander. Egal, ob der Brief
kurz oder lang ist, er muss in textlicher Hinsicht gut geschrieben
sein und möglichst alle Vorteile enthalten. Während
kurze Briefe oft einer Stichwortsammlung gleichen, können
zu lange Briefe langatmig und öde sein. Oft kommt es
nur auf das zu erreichende Ziel und den Inhalt an. Gibt es
viel Interessantes über das Produkt oder die Dienstleistung
zu sagen, dann kann der Brief schon mal zwei Seiten lang werden.
Möchte man hingegen nur eine Ausverkaufswoche ankündigen,
dann genügen meist schon ein paar Zeilen.
Sätze
so kurz wie möglich
Die Sätze sollten möglichst kurz sein, einen einfachen
Satzbau haben und eine klare Aussage enthalten.
Obwohl
der Werbebrief möglichst einfach gehalten werden sollte,
muss er den Leser interessieren, informieren und aktivieren:
"
Interesse wecken durch Headlines und provokante Fragestellungen.
" Informieren durch Argumente und Vorteile.
" Aktivieren durch Aufforderung des Lesers, auf den
Brief zu reagieren.
Logischer
Aufbau des Briefes:
"
In der Einleitung soll das Problembewusstsein geweckt werden.
Der Leser muss auf das Thema eingestimmt werden.
" Nach dem Aufzeigen des Problems soll die Problemlösung
angeboten werden .
" Bei mehrseitigen Brieftexten sollte jede Seite mitten
im Text enden. Das animiert den Leser zum Umblättern.
" Es sollte dem Leser gesagt werden, was von ihm erwartet
wird.
Die Zauberworte
des Directmailings:
"
Die wichtigsten Worte sind "gratis" und "unverbindlich".
Jeder
Leser hat Angst davor, sich zu binden.
"
Weitere Zauberworte sind: NEU - SIE SPAREN - GELD - ENTDECKEN
SIE - NEUEINFÜHRUNG - LEICHT - GARANTIERT - VORTEIL
- GESUND - RECHT -SICHERHEIT - GEWINN - ZUVERLÄSSIG;
"
Horrorworte sind: KAUFEN - KOMPLIZIERT - SCHWIERIG - KOSTEN
- SCHLECHT - FEHLER - HAFTUNG - NACHZAHLEN - KRANK und Ähnliches
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(Einsatz von Werbemitteln)
Plakate
Plakate
sind eine der ältesten Werbeformen und werden auch heute
noch als sehr gut funktionierendes Werbemedium eingesetzt.
Aber auch bei Plakaten gibt es bei der Gestaltung einige Punkte
zu beachten. Zum Beispiel erkennt der Betrachter das ganze
Plakat erst, wenn er etwas vom Plakat entfernt ist. Das heißt
es dürfen nicht zu kleine Schriften verwendet werden.
Außerdem ist das Plakat ein Medium, das "im Vorübergehen"
betrachtet wird. Das Gesehene muss daher sehr schnell aufgenommen
und verarbeitet werden. Dem Passanten stehen dabei nur wenige
Augenblicke zur Verfügung. Zu viel Text wäre also
kontraproduktiv, da er nicht gelesen wird. Ein Plakat wirkt
durch die Bild- und Grafikidee und sollte daher nicht zu viele
Elemente enthalten, damit sich der volle optische Reiz des
Plakates entfaltet.
Zu vieles
zu klein präsentiert ist der Tod jedes Plakats!
Plakate
eignen sich sehr gut für die Bewerbung von Aktionen.
Die wichtigsten
Punkte der Plakatgestaltung
Man sollte
plakativ sein
Da ein Plakat in wenigen Augenblicken wirken muss, sollte
es nur sehr schnell erfassbare Elemente enthalten. Die Headline
sollte aus nicht mehr als sieben Wörtern bestehen und
die Bildidee muss schnell erfassbar sein.
Es muss einen Blickfang geben. Das heißt es muss ein
optisches Zentrum haben, das jeden sofort zum Hinschauen reizt.
Je größer
das Plakat, desto weniger Text
Da der Leser von großen Plakaten eine gewisse Entfernung
braucht, um das ganze Plakat zu sehen, kann zu viel und zu
kleiner Text nicht mehr gelesen werden.
Je kleiner
das Plakat, desto mehr Text
Diese Aussage gilt generell für alle Werbemittel. Je
kleiner das Werbemittel ist, desto mehr Text wird untergebracht.
Die kleinsten Werbemittel sind Wortanzeigen. Obwohl bei kleinen
Plakaten mehr Text verwendet wird, ist darauf zu achten, dass
die Hauptaussage deutlich hervortritt. Bei der Ankündigung
von Veranstaltungen sollte versucht werden, mit einem Schlagwort
den ganzen Event zu beschreiben. Dabei eignen sich Headlines
aus einem Wort.
Ein Plakat
ist keine Anzeige
Daher sollte das Plakat nicht zu viel Text enthalten. Wie
bereits erwähnt, wirkt ein Plakat durch seine Bild- und
Grafikidee. Es sollten vor allem leicht erkennbare Gestaltungselemente
(Bild, Grafik, Headline, Logo, Adresse
) eingesetzt
werden. Man sollte sich auf eine einzige Hautpaussage beschränken.
Plakate
müssen auffallen
Auf dem Plakat muss etwas passieren. Je ungewöhnlicher
das Plakat ist, desto mehr Aufmerksamkeit erhält es.
Auch wenige
Plakate können bei richtiger Platzierung Erfolge bringen
Plakate sollten wenn möglich an stark frequentierten
Stellen angebracht werden. Natürlich kosten diese Flächen
etwas mehr, aber dieser Mehraufwand lohnt sich.
Meist sind an diesen Stellen jedoch nur Großplakate
möglich. Um aber nicht unbedingt ein teures Großplakat
drucken lassen zu müssen, empfiehlt es sich, die gemietete
Fläche mit mehreren Kleinplakaten zu bekleben
Zu bedenken
ist, dass gute Plakatflächen oft sehr begehrt sind und
lange Wartezeiten sind vorprogrammiert.
Aufkleber:
Aufkleber sind im Grunde genommen kleine Plakate, welche überall
leicht verteilt und hingeklebt werden können, sofern
man damit keine Sachbeschädigung begeht. Ideales Einsatzgebiet
ist die Umgebung des eigenen Unternehmens oder Lokals. Die
Aufkleber können auch verschenkt werden. Auf jeden Fall
sind diese Miniplakate die günstigste Form der Plakatwerbung,
da die Kosten sehr gering sind.
top
(Einsatz von Werbemitteln)
Beilage/Postwurf/Flugblatt
Diese
Werbemittel sind eine günstige Methode, zu einer bestimmten
Thematik oder für eine bestimmte Zielgruppe viele Informationen
bzw. Angebote zu präsentieren.
Die Entscheidung
für eine Beilage sollte fallen, wenn:
"
eine normale Anzeige zu wenig Raum bietet;
" die Produktinformation auf einem hochwertigeren Papier
gedruckt werden soll und daher eine Anzeige ausschließt;
" der Farbdruck in der ausgewählten Zeitung zu
teuer oder unmöglich ist;
" vom Lieferanten günstige Prospekte oder Beilagen
fix und fertig geliefert werden.
Zu bedenken
ist, dass Beilagen kostenintensiver sind als eine Anzeige.
Zu den Druckkosten kommen noch die Kosten für die jeweilige
Beilage in den Printmedien.
Die Entscheidung
für eine Postwurfsendung sollte fallen, wenn:
"
ein bestimmter Postbezirk mit der Werbung beschickt werden
soll;
" keine bestimmte Zielgruppe klar definiert ist;
" es keine Adressen gibt;
" der Versand günstiger als beim Directmailing
kommen soll;
" man sich hauptsächlich an Endkunden wenden möchte.
Bei Postwurfsendungen
ist man verpflichtet, den Text "An einen Haushalt"
und "Postgebühr bar bezahlt" zu drucken.
Die Entscheidung
für ein Flugblatt sollte fallen, wenn:
"
es noch günstiger als bei einer Postwurfsendung sein
soll;
" bestimmte Bezirke oder auch nur einzelne Straßen
beschickt werden sollen;
" es nichts ausmacht, dass das Flugblatt vor der Türe
liegt;
" der Endkunde erreicht werden soll;
" man aktuell sein will;
" die Flugblätter persönlich verteilt werden
sollen.
Die wichtigsten
Punkte der Flugblattgestaltung
Im Grunde
gelten die gleichen Punkte wie bei den anderen Werbemitteln:
"
Die Verwendung der magischen Worte ist wichtig: Neueröffnung,
gratis, garantiert, Vorteil, unverbindlich.
"
Der Werberaum soll nicht ungenutzt gelassen werden. Das Angebot
sollte genau erklärt und der Kunde über alle Vorteile
informiert werden.
"
Auch bei diesen Werbemitteln sind auffällige Headlines
wichtig. Um eine möglichst hohe Aufmerksamkeit zu erhalten,
sollte für Eyecatcher möglichst viel Platz eingeplant
werden.
Gleich
wie bei den Gelben Seiten sollte man sich durch Andersartigkeit
hervorheben. Wenn zum Beispiel in einem Medium sehr "bunt"
geworben wird, dann kann man mit einem einfachen Schwarzweißbrief
die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Der richtige
Zeitpunkt ist wichtig
Vor allem am Beginn jeder Saison oder vor Feiertagen werben
viele Unternehmen mit Beilagen. Gewisse Branchen werben immer
zur gleichen Zeit. Man sollte sich also vor der Beilagenbuchung
informieren, wann am wenigsten geworben wird. Bei zu vielen
Beilagen oder Postwurfsendungen besteht die Gefahr, dass die
eigene Beilage gar nicht gelesen wird.
top
(Einsatz von Werbemitteln)
Das
Internet
Das Internet
ist heute werbetechnisch gesehen eines unter vielen Werbemitteln
und Möglichkeiten der Geschäftsanbahnung und speziellen
Kommunikation.
Der Konsument kann sich durch das Internet weltweit jenen
Anbieter aussuchen, der
"
die besten Lieferbedingungen,
" den besten Preis und
" die beste Dienstleistung anbieten kann,
und das
nicht durch stundenlanges persönliches Vergleichen, sondern
mit einigen wenigen Mausklicks.
Das heißt
das Internet bietet heute auch für kleine Unternehmen
Chancen, neue Kunden zu akquirieren und sein Unternehmen und
seine Leistungen zu präsentieren.
Man braucht dabei nicht einmal unbedingt eine Homepage. Durch
den Eintrag in diversen Internetbranchenbüchern kann
man wie in den Gelben Seiten auch über das Internet gefunden
werden.
Wie bei
jeder Werbung sollte auch im Internet die erste Frage lauten:
Finde ich meine Zielgruppe im Internet und wer nutzt das Internet
derzeit überhaupt?
Die
wichtigsten Punkte der Eigenpräsentation im Internet
Bevor
man eine Internetseite in Auftrag gibt, ist zu überlegen,
welchen Webauftritt man haben möchte. Das Design und
der Inhalt müssen ganz auf die Unternehmensphilosophie
abgestimmt sein.
Die Gestaltung der Homepage:
"
Wie auch beim Logo muss man auch bei der Homepage auffallen.
Die erste Seite ist sehr wichtig. Sie muss das Interesse
des Besuchers wecken. Wenn man Animationen einbaut, muss
darauf geachtet werden, dass diese nicht zu lange dauern
und keine zu großen Dateien sind.
"
Wenn man allzu lange warten muss, bis die Seite geladen
ist, dann surft der Besucher sofort weiter.
"
Es sollte nichts eingebaut sein, das Besucher dazu veranlasst,
eigens eine Software herunterzuladen. In Zeiten von Spams
und Viren scheut sich jeder davor, ihm unbekannte Programme
zu installieren.
"
Es muss eine Suchfunktion zum schnellen Auffinden von Begriffen
auf der Homepage geben.
"
Wichtig ist auch die Möglichkeit, dass E-Mails sofort
abgesendet werden können.
"
Wenn Produkte angeboten werden, sollte auf jeden Fall ein
Webshop oder zumindest ein Bestellformular eingerichtet sein.
"
Es sollten auch die Zugriffe auf die Homepage ermittelt werden
können.
Was soll
präsentiert werden:
"
Bild und Text von allen Produkten;
" die Möglichkeit, für Kunden die Produkte
zu bewerten;
" die Beschreibung von Vorteilen oder des Know-hows bezüglich
der Produkte oder Dienstleistungen;
" das eigene Team mit kurzem Lebenslauf und Spezialgebiet;
" Querverweise und Links zu weiterführenden Seiten
und Informationen zum Produkt;
" aktuelle Links und Informationen.
Homepage
nicht überfrachten
Zu bunte Homepages und zu lange Ladezeiten nerven den Benutzer.
In erster Linie sollte der Besucher Informationen über
das Produkt und das Unternehmen bekommen.
Natürlich
muss die Internetseite ständig aktualisiert werden. Dies
ist mit dem heutigen modernen CMS (Content Management System)
kaum mehr ein Problem.
Internetadresse
und Homepages auch klassisch bewerben
Wie alles andere auch, kann und sollte man natürlich
auch die Internetadresse "klassisch" bewerben.
Auf allen Werbemedien und Drucksorten sollte immer die Internetadresse
mitabgedruckt werden.
Wichtig ist natürlich auch die Bewerbung der Internetadresse
im Internet. Unerlässlich ist der Eintrag in den diversen
Suchmaschinen und Branchenverzeichnissen. Dabei muss auf die
so genannten Keywords geachtet werden. Ähnlich den Gelben
Seiten müssen Begriffe gesucht werden, unter denen das
Unternehmen auch gefunden werden soll.
Kundenvorteile
auch im Internet
Vor allem das Internet eignet sich zur Präsentation von
speziell erklärungsbedürftigen Produkten.
Auch Gebrauchsanweisungen und Handbücher zum Downloaden
sind eine Serviceleistung.
Tests und Kundenreaktionen sind gern gelesene Informationen
und laden zu einer längeren Verweildauer ein.
Werbebannertausch
Mit anderen Unternehmen, Partnerfirmen oder privaten Homepages
können die Werbebanner ausgetauscht werden. Auch das
bringt mehr Besucher.
E-Mail-Adressen
Genau so wie die normalen Adressen können E-Mail-Adressen
für Directmailings verwendet werden. Vor allem bei schon
bestehenden Kunden ist der Versand von regelmäßigen
Informationen ein großer Vorteil. Dies ist also eine
optimale Möglichkeit, mit null Euro an Werbebudget in
Erinnerung zu bleiben.
Anfragen per E-Mail sollten so schnell als möglich beantwortet
werden. Wenn der Kunde innerhalb von drei bis vier Tagen keine
Antwort erhält, fühlt er sich nicht ernst genommen.
Massenaussendungen per E-Mail an Privatpersonen sind verboten.
Aber B2B-Mails (Business-To-Business-Mails) sind erlaubt,
sofern es dem Empfänger möglich ist, die Zusendung
zu untersagen.
Im Internet
ist man vergleichbar!
Man sollte sich die Konkurrenz ansehen und darauf reagieren.
Man sollte zumindest das bieten, was auch die Konkurrenz bietet
(z. B. kostenlose Lieferung, Bezahlung per Kreditkarte, Rücknahmegarantie).
Meist schauen sich die Internetuser mehrere Angebote an.
E-Mail-&
Newsletter-Werbung
E-Mail-Werbung
ist im Grunde genommen die elektronische Form des Directmailings.
Der Unterschied liegt in der geringeren Rücklaufquote.
Diese liegt bei unter 0,1 Prozent.
Trotzdem gilt, je besser die E-Mail-Werbung auf die angepeilte
Zielgruppe abgestimmt ist, desto höher ist die Erfolgsquote.
Man unterscheidet:
"
Massen-E-Mails,
" Newsletter,
" Diskussionslisten,
" Newsgroups.
Die wichtigsten
Punkte für Newsletter
Im Gegensatz
zu Massen-E-Mails sind Newsletter erwünscht, da der Adressat
vorher einwilligt.
Newsletter
müssen leicht lesbar und übersichtlich sein.
Zu jedem Thema sollte eine kurze Zusammenfassung angeboten
werden.
Für weitere Informationen sollte zu jedem Thema ein Link
auf die Homepage führen.
Dem Leser muss deutlich gezeigt werden, wie er zu weiteren
Informationen kommt.
Die Informationen sollten möglichst genau auf die Zielgruppe
abgestimmt werden.
Wie das Wort Newsletter schon sagt, sollten sämtliche
Neuigkeiten weitergegeben werden, je nachdem kann das von
täglich bis zumindest einmal im Monat reichen.
Der Newsletter muss auf jeden Fall News enthalten.
Um die Akzeptanz der Newsletter zu erhöhen, sollte das
Einverständnis des Adressaten eingeholt werden. Er muss
aber jederzeit die Möglichkeit haben, den Newsletter
wieder zu stornieren.
top
(Einsatz von Werbemitteln)
Verkehrsmittelwerbung
Viele
Unternehmen glauben, dass sie sich Verkehrsmittelwerbung nicht
leisten können und diese auch nicht erfolgreich ist.
Vergleicht man diese Werbeform mit anderen, dann ist die Verkehrsmittelwerbung
durch die Größe und ständige Präsenz
eine der billigsten Werbeformen. Natürlich ist ein wichtiger
Aspekt, welchen Zweck die Werbung verfolgt. Für Image-
und Bekanntheitswerbung ist diese Werbeform geradezu ideal.
Konkrete Informations- und Angebotswerbung ist, wenn überhaupt,
nur im Inneren der Verkehrsmittel zu empfehlen.
Die wichtigsten
Punkte der Außenwerbung
Bei der
Gestaltung der Außenwerbung von Verkehrsmitteln gelten
im Grunde die gleichen Gestaltungsvorschläge wie bei
den normalen Plakaten. Da der Betrachter sehr wenig Zeit zum
Lesen hat, sollte man sich nur auf die Hauptaussage, das Logo
und die Headline konzentrieren.
Bei der Auswahl der Verkehrsmittel sollte darauf geachtet
werden, wie geeignet es für den Zweck ist.
Da das Drucken der Folien relativ teuer ist, sollte man die
Außenwerbung möglichst lange (drei bis sechs Monate)
beibehalten.
Die wichtigsten
Punkte der Innenwerbung bei Verkehrsmitteln
Da man
in den Verkehrsmitteln oft länger Zeit hat, die Werbung
zu lesen, kann der Auftraggeber auch mehr Informationen auf
die Plakate geben. Es ist jedoch trotzdem darauf zu achten,
dass die Schrift nicht zu klein ist, da die Personen oft weiter
vom Plakat entfernt sind.
Wie bei Inseraten, sollte der Leser über die Vorteile
der Produkte oder Dienstleistungen informiert und zu einer
Reaktion aufgefordert werden.
Sowohl
bei der Außenwerbung als auch bei der Innenwerbung bei
Verkehrsmitteln gilt:
"
Die Werbeflächen müssen frühzeitig gebucht
werden.
" Auch die Produktionszeiten dürfen nicht unterschätzt
werden. Als Richtwert kann für Gestaltung und Druck ca.
ein Monat angenommen werden.
top
(Einsatz von Werbemitteln)
Kino
und TV
Viele
Unternehmer sind nach wie vor der Meinung, sie könnten
sich keine Fernseh- oder Kinowerbung leisten.
Vor allem bei der Fernsehwerbung gibt es heute jedoch Lokalfernsehsender,
mit denen man recht günstig werben kann, und die auch
sehr gut von der Bevölkerung angenommen werden.
Die wichtigsten
Punkte bei der Gestaltung von Werbespots
Eine Werbespotdauer
sollte mindestens zehn Sekunden betragen. Bei der Gestaltung
ist darauf zu achten, dass der Betrachter nicht überfordert
wird. Man muss sich also auf die wesentliche Aussage konzentrieren.
Das heißt die Übermittlung der Vorteile ist wichtiger
als die Unterhaltung. Wenn neben den Informationen auch noch
Unterhaltung geboten wird, dann ist das natürlich ein
weiterer Pluspunkt.
Da TV-Werbung vor allem Bildinformation ist, sollten die Spots
auch darauf ausgerichtet sein. Text sollte nur unterstützend
eingesetzt werden.
TV-Spots sollten auf jeden Fall professionell erstellt werden.
Vor allem in der Kinowerbung entlockt ein selbst gedrehter
Spot aufgrund der mangelnden Professionalität nur Gelächter.
Sie müssen bei den Spots aber nicht unbedingt Profischauspieler
nehmen. Wenn es nur auf die Aussage ankommt, dann wirken Laienschauspieler
oder die eigenen Mitarbeiter viel authentischer.
TV-Werbung bietet sich auch für PR-Aktionen an. Bei ausgefallenen
Veranstaltungen oder Aktionen kommen die Vertreter der Sender
oft von selbst und senden diese Beiträge kostenlos.
Worin
liegt der Unterschied zwischen Werbung im TV und Kino?
Während die TV-Spots eher überregional ausgestrahlt
werden und sich für Unternehmen anbieten, welche überregional
tätig sind, wirken Kinospots oft lokal. Da das Kino nur
in einem Ort ansässig ist, bietet sich Kinowerbung für
Unternehmen an, die in der Nähe des Kinos sind oder im
Ort agieren.
Für
die Kinowerbung sind nicht immer Spots erforderlich. Auch
mehrere Dias reichen oft aus. Der Vorteil liegt vor allem
bei den geringen Produktionskosten, und dass Dias schnell
ausgetauscht werden können. Der Nachteil ist, dass Dias
weniger Emotionen wecken als bewegte Bilder.
Ähnlich wie bei der Außenwerbung sollte man sich
bei Dias auch nur auf die wesentliche Aussage beschränken.
Die Spotlänge
im Kino soll mindestens 30 Sekunden betragen.
Da Kinobesucher
in kleinen Orten die beworbenen Unternehmen und Geschäfte
leichter lokalisieren können, bringt Kinowerbung in kleinen
Orten mehr als in großen Städten.
Da das
Hauptpublikum im Kino durchschnittlich zwischen 14 und 39
Jahren ist, muss auch das Alter berücksichtigt werden.
Es sollten also vermehrt Unternehmen werben, welche diese
Zielgruppe ansprechen
top
(Einsatz von Werbemitteln)
Schaufenster
& POS (Point of Sale)
Vor allem
für Einzelhandelsunternehmen ist ein gut gestaltetes
Schaufenster wichtig. Einerseits weckt es Interesse und andererseits
ist es wie eine Visitenkarte. Bei attraktiv gestalteten Schaufenstern
kann es sogar sein, dass Interessenten das Geschäft betreten,
ohne dass sie eigentlich eines der Produkte kaufen wollen.
Die Leute wollen dann nur sehen, was es innen noch zu bieten
hat. Daher sollte niemals die Informations- und Werbekraft
der Ausstellungsfläche unterschätzt werden.
Die wichtigsten
Punkte für die Schaufenstergestaltung
Bei der
Schaufenstergestaltung sollte man nach System vorgehen. Wichtig
ist auch hier wie überall in der Werbung: Auffallen und
sich von anderen abheben. Wichtige oder besondere Produkte
soll man so positionieren, dass diese die potenziellen Kunden
sofort sehen. Die Gestaltung muss allgemein zum Stil des Geschäftes
oder Unternehmens passen. Eine Möglichkeit der Dekoration
ist die Verwendung von nur einer oder zwei Farben. Auf jeden
Fall gilt aber, man sollte unkonventionell sein, sich von
anderen abheben. Falls keine Ideen oder Zeit vorhanden ist,
dann ist es immer noch billiger, einen Profi zu engagieren,
als eine halbherzige Schaufensterdekoration zu haben.
Auch mit
bewegten Objekten kann man Aufmerksamkeit erregen. Alles was
sich bewegt, reizt das Auge zum Hinschauen. Als Objekte können
z. B. Fahnen oder Luftballons dienen. Aber auch andere Aktivitäten,
wie lebende Tiere (nur für kurze Zeit), Vorführungen
usw., haben eine magische Anziehung auf Passanten.
Auch mithilfe der Beleuchtung kann man viel erreichen. Blinkendes
oder farbiges Licht sind ebenfalls Blickfänge.
Wenn möglich sollte man Wühlkisten vor das Geschäft
stellen. Dies bringt Passanten dazu, anzuhalten und ein wenig
das Angebot zu begutachten.
Auch ein TV-Gerät kann als Hingucker wirken.
Bei manchen Gütern gibt es Erklärungsbedarf. Erklärungen
in den Schaufenstern informieren die Kunden, warum ein bestimmtes
Produkt in diesem Geschäft z. B. teurer ist als in einem
anderen.
top
(Einsatz von Werbemitteln)